Frauen | Gelungener Meisterschaftsstart: 3:1 gegen Eschenbach
Nach dem erfolgreichen Cupspiel gegen Flums stand für unsere FCM-Frauen das erste Meisterschaftsspiel der neuen 3.-Liga-Saison auf dem Programm. Zu Gast im Hafenfeld: FC Eschenbach 2.
Kaum hatte der Schiedsrichter die Partie angepfiffen, meldete sich auch noch ein weiterer Mitspieler an. Der langersehnte Regen. Wochenlang hatte man auf ihn gewartet und ausgerechnet jetzt fand er den perfekten Zeitpunkt, um ebenfalls ein bisschen Fussball zu spielen.
Jänu, denn halt.
Und wir starteten gut in die Partie. Von Beginn an war zu spüren, dass das ganze Team füreinander ging. Es wurde gekämpft, ausgeholfen, nachgesetzt und gemeinsam gearbeitet. Auch spielerisch liessen wir den Ball immer wieder schön von hinten heraus über mehrere Stationen laufen. Und wenn es einmal etwas direkter gehen sollte, hatten wir ja noch Steffi. Auskick, ordentlich Schmackes dahinter und das Ding flog weit in die gegnerische Hälfte.
In der 11. Minute durften wir dann zum ersten Mal jubeln. Melä brach über rechts durch, sah die mitgelaufene Telma und legte sauber für das allererste Tor von Telma auf. Gratulation Telma, sauber versenkt das Ding. Die Freude hielt allerdings gerade einmal vier Minuten.
In der 15. Minute tanzte sich eine Eschenbacherin in unserem Strafraum an Mela vorbei, während der Rest unserer Defensive die Szene offenbar aus bester Zuschauerperspektive geniessen wollte. Und Steffi? Die hob freundlicherweise noch die Schranke, sodass der Ball gemütlich zum 1:1 über die Linie stolpern durfte. Eines dieser kuriosen Tore, bei denen man sich hinterher fragt, wie konnte der denn jetzt reingehen?
Ob auch dieses Mal wieder ein Maulwurf seine Pfoten im Spiel hatte, liess sich leider nicht abschliessend beweisen. Die Spurensicherung gestaltete sich nämlich schwierig. Steffi hatte aus lauter Frust den Boden mit ihren Händen dermassen verdichtet, dass an dieser Stelle wohl auf Jahre hinaus kein Maulwurf mehr den Weg an die Oberfläche finden wird.
Fall ungelöst 1:1. Weiter ging’s. Wieder alles auf Anfang.
Danach entwickelte sich ein umkämpftes Spiel. Eschenbach zeigte, dass sie nicht nach Münsterlingen gekommen waren, um Geschenke zu verteilen. Unsere Frauen hielten dagegen, blieben ihrem Spiel treu und versuchten weiterhin, gemeinsam Lösungen zu finden. Mit zunehmender Spieldauer machte sich allerdings ein Unterschied bemerkbar. Die Wechselmöglichkeiten.
Auf Eschenbacher Seite herrschte reger Betrieb. Mit fünf Ersatzspielerinnen konnte immer wieder frisches Personal ins Rennen geschickt werden. Unsere Auswahl war etwas überschaubarer. Zwei Ersatzspielerinnen. Fertig. Also hiess es, Zähne zusammenbeissen, füreinander laufen und irgendwo noch ein paar Körner für die Schlussphase finden. Und siehe da, wir fanden sie!
In der 80. Minute nahm Lorena einen Einwurf und spielte auf Ivy. Diese brachte den Ball wunderschön in den Strafraum. Dort stand Melä. Brustannahme. Ball runter, direkt mit rechts, Wumms! Der Ball schlug in den Maschen ein. 2:1!
Ein wunderschön herausgespieltes Tor und nach einer langen, intensiven Partie endlich wieder die Führung. Und wer nun dachte, wir würden uns hinten reinstellen und die letzten Minuten irgendwie über die Zeit bringen, hatte die Rechnung ohne unsere Frauen gemacht. In der 87. Minute tankte sich Melä auf der linken Seite nochmals durch und brachte den Ball zu Ivy. Die sah die Torhüterin, setzte zum feinen Lupfer an und das Ding segelte wunderschön ins Tor. 3:1! Deckel drauf!
Kurz darauf war Schluss.
Unser Fazit: Es war vielleicht nicht während 90 Minuten alles perfekt. Aber was an diesem Abend besonders Freude machte, war die Art und Weise, wie diese Mannschaft füreinander gegangen ist.
Es wurde gekämpft, ausgeholfen und gemeinsam gearbeitet. Gleichzeitig versuchten wir immer wieder, den Ball sauber von hinten herauszuspielen und unseren Fussball auf den Platz zu bringen. Und obwohl Eschenbach mit deutlich mehr Wechselmöglichkeiten immer wieder frische Beine bringen konnte, hatten wir in der Schlussphase noch genügend Saft im Tank, um das Spiel mit zwei wunderschönen Toren für uns zu entscheiden.
Cupspiel gewonnen. Meisterschaftsauftakt gewonnen. So darf eine Saison gerne beginnen! Und auch unser Neuzugang im Trainerteam, Daniel Egger, durfte an diesem Abend noch eine wichtige Erkenntnis mit nach Hause nehmen:
Ein Spiel bei den FCM-Frauen ist nach 90 Minuten noch lange nicht vorbei. Denn während auf dem Platz die ersten beiden Halbzeiten durchaus wichtig sind, gehört die dritte Halbzeit ganz klar zu den Paradedisziplinen unserer Frauenabteilung. Ob Daniel darauf bei seinem Wechsel zu uns vorbereitet wurde, ist nicht überliefert. Aber spätestens jetzt weiss er….: Bei den FCM-Frauen braucht es nicht nur Kondition für 90 Minuten.
Danke allen Fans, die uns auch an diesem Spiel so tatkräftig unterstützt haben. Ohne Euch macht Fussball nur halb so viel Freude.
One Team – One Spirit!
FCM-Frauen












