Frauen: Nuller gegen Chur, Aufholjagd in Wittenbach

Im Heimspiel gegen Chur war nichts zu holen. Eine Woche später in Wittenbach kamen die Frauen dank einer fulminanten Aufholjagd zu einem Punkt.

Es passte alles vor dem Heimspiel gegen Chur. Nur wenige Absenzen, prächtiges Wetter und ein Gegner, der gut Fussball spielte. Leider konnten wir an diesem Sonntag nichts, was uns auszeichnet, auf den Platz bringen. Chur war in allen Belangen besser.

 

Das erste Churer Tor nach einer Viertelstunde konnten wir nur wenig später ausgleichen. Hanna lief über rechts durch und erreichte in der Mitte Kim, die überzeugend abschliessen konnte. Danach mussten wir das Spieldiktat wieder den Gästen überlassen, die bis zur Pause mit 3:1 in Führung gehen konnten. Auch nach der Pause dominierte Chur das Spiel und gewann am Ende verdient mit 5:1. 

Eine Woche später reisten wir unter etwas anderen Vorzeichen nach Wittenbach zum Tabellenführer. Die Absenzenliste war deutlich länger als noch gegen Chur. Und das Spiel begann denn auch mit einem Kaltstart, nach 65 Sekunden lag der Ball in unserem Tor. Doch die Frauen liessen sich durch diesen Nackenschlag nicht unterkriegen. Sie kämpften sich ins Spiel zurück und wurden dabei vom Gegner unterstützt, dem ein Eigentor zum 1:1 unterlief. 

 

In der Folge führte Wittenbach die feinere Klinge im Offensivspiel und brachte uns wiederholt in schwierige Situationen. Dem 2:1 liess der Gegner das schnelle 3:1 folgen, worauf Melä die richtige Antwort parat hatte und mit dem Anschlusstreffer neue Hoffnung ins Team zurückbrachte. Leider fingen wir kurz vor der Pause das 4:2 ein.

 

In der Pause waren die Frauen fest entschlossen, hier bis zum Umfallen zu kämpfen. Wittenbach erzielte jedoch in der 54. Minute ein Traumtor zum 5:2, es hätte bei diesem Abschluss kein Blatt Papier mehr zwischen Ball und Pfosten/Latte gepasst. Wer hätte jetzt noch auf die FCMmmm-Frauen gewettet?

 

Sie selbst!

 

Nach einem Schuss an die Latte flog der Ball gefährlich in Richtung Torlinie zurück, die Torhüterin konnte den Ball noch wegwischen, aber Sandra kam angerauscht und erzielte das 5:3. Und nur eine Minute später schoss uns Melä bis auf ein Tor heran. Zu spielen war noch eine Viertelstunde. Hoffnung? In der 89. Minute ein langer Ball in Richtung Melä, die nachsetzte und von einem Missverständnis in der Wittenbacher Abwehr profitieren konnte. Sie schob den Ball zum 5:5 ein und liess die Dämme brechen. Aber noch war nicht Schluss. Wittenbach kam tief in der Nachspielzeit noch zur goldenen Gelegenheit, aber Dalia gewann das 1 gegen 1 und sicherte uns damit den Punkt, der sich nach mehr anfühlt.

 

Unsere Frauen haben bis zum Schluss alles gegeben, sind als Einheit aufgetreten und haben nie resigniert. Kompliment. So blieb an diesem Abend das einzige, was den Geist aufgab, das Auto des Co-Trainers.   

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