Nein, unsere Frauen sind nicht unter die Eiskunstläuferinnen gegangen und sie haben auch keine neuen Pirouetten erfunden. Aber am Abschlusstag der olympischen Spiele ist es passend, eine Überschrift mit Bezug auf Milano/Cortina zu wählen. Und sie beschreibt gar nicht so schlecht, was an diesem Sonntag auf dem Kunstrasenplatz in Au geschah, als unsere Frauen das erste von zwei Testspielen bestritten. Zu Gast war man beim 3.Liga-Spitzenteam Au-Rheineck. Das Spiel endete mit einer 4:5-Niederlage aus Münsterlinger Sicht, aus diesem Test kann das Trainerteam aber einige wichtige Schlüsse ziehen.
Verletzungs- und Absenzsorgen plagten den FCM an diesem zunächst kalten, danach angenehmen Sonntagmittag. Goran Sovric und Roli Weymann waren gezwungen, ihr Team auf wichtigen Positionen neu aufzustellen. Sie entschieden sich in der Innenverteidigung für Mia Mändli, die neben Leonie Kistler die Abwehr organisierte. Und Mia brauchte zunächst einen Moment, um sich an die neue Aufgabe zu gewöhnen. In diese Startphase fiel dann auch der Führungstreffer für Au-Rheineck, das von einem nicht überraschenden Abstimmungsfehler in der FCM-Defensive profitierte. Doch der FCM reagierte schnell, im wahrsten Sinne des Wortes: Ivana Kukuruzovic schaltete bei einem Standard sofort und lancierte Melanie Schlegel, die über links durchzog und in der Mitte die mitgelaufene Jelena Scherrer sah. Ihr Abschluss fand via Pfosten den Weg ins Tor und alles war wieder ausgeglichen. Rheineck legte danach nach einem Eckball wieder vor: Münsterlingen konnte zunächst befreien, vergass dann aber das rechtzeitige Herausrücken, sodass die Rheinecker Spielerin aus 18 Metern sehenswert ins Eck schlenzen konnte. Ein Eckball führte anschliessend aber auch zum erneuten Ausgleich. Schlegel wollte dieses Tor unbedingt. Die Eckballflanke von Melina Schneider köpfte sie zuerst aufs Tor und würgte den zweimaligen Abpraller letzten Endes mit aller Vehemenz über die Linie. So ging es mit einem gerechten Unentschieden in die Pause, auch wenn vor allem Münsterlingen noch die eine oder andere Chance hatte, die noch nicht konsequent genug ausgespielt wurde. Freude machte jedoch das Zweikampfverhalten der FCM-Frauen, sowie die Tatsache, dass unserem Team mit dem Neuzugang Mareike Schmitt ein wahres Weihnachtsgeschenk zugekommen ist. Sie hatte zwar mit einer starken Erkältung zu kämpfen, deutete aber in vielen Situationen an, dass sie unserem Team auch in Zukunft helfen wird.
Nach der Pause ging der FC Rheineck erneut in Führung. Münsterlingen konterte dies aber in Person von Melanie Schlegel, die auch hier nach einem ersten, parierten Versuch nachsetzte und ihren zweiten persönlichen Treffer erzielte. Leider schenkte der FCM dann dem Gegner zwei Tore kurz nacheinander. Zunächst führte ein Einwurf, auf den die Adressatin nicht vorbereitet war, zu einem sauber ausgespielten Konter. Dann misslang eine Abwehraktion im eigenen Strafraum, wodurch die Stürmerin den Ball pfannenfertig vor ihren Füssen vorfand und das 5:3 erzielte. Münsterlingen zeigte aber trotz dünnem Personalbestand, dass die Vorbereitungszeit und insbesondere die Sessions mit Samantha Keller bereits gewisse Früchte tragen. Melanie Schlegel traf eine Viertelstunde vor dem Ende zum dritten Mal an diesem Mittag und brachte die Hoffnung auf ein positives Resultat zurück, doch der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen. So endete dieses Spiel mit 5:4 für den FC Au-Rheineck, dem für diesen guten Test herzlich gedankt sei. Das FCM-Trainerteam hat wertvolle Erkenntnisse gewonnen und kann im Trainingslager in Freiburg/D übernächstes Wochenende die richtigen Schwerpunkte setzen.
FC Au-Rheineck - FCM Frauen 5:4 (2:2)
Bilder (Dankeschön!): Livia Schneider






















